Datenmanagement

DMP - Zentrale Datenannahmestelle

Das Abrechnungszentrum Emmendingen ist bundesweit die zentrale Annahmestelle der Betriebskrankenkassen für Teilnahmeerklärungen und Dokumentationsdaten im Rahmen der Disease Management Programme (DMP). Die Tätigkeit der Zentralen Annahmestelle für DMP-Daten (ZAS) beim Abrechnungszentrum Emmendingen beinhaltet die Annahme, Prüfung  und Weiterleitung von Daten sowie die Erstellung von Auswertungen zu den Bearbeitungsergebnissen zur weiteren Bearbeitung durch die Krankenkassen. Die Betreuung unserer Kunden wird durch ein geschultes Service-Team sichergestellt.

Generelle Informationen zum Ablauf DMP:

Mit dem Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs in der GKV ist unter anderem das Disease-Management-Programm (DMP) eingeführt worden.

Zur Umsetzung der strukturierten Behandlungsprogramme bei chronischen Krankheiten nach §§ 137f und g SGB V wurde im BKK System das Projekt BKK MedPlus ins Leben gerufen. Die Betriebskrankenkassen haben den BKK Bundesverband mit der Annahme, Erfassung und Bereitstellung der digitalisierten Daten beauftragt. Diese Beauftragung wurde Ende 2008 an die BITMARCK SERVICE GMBH übertragen. Für die Tätigkeiten Annahme, Erfassung und Bereitstellung der Daten bedient sich die BITMARCK SERVICE GMBH des Abrechnungszentrums Emmendingen als Unterauftragnehmer.

Die Tätigkeit der Zentralen Annahmestelle für DMP-Daten beim Abrechnungszentrum Emmendingen (ZAS) beschränkt sich nicht nur auf die Annahme und Weiterleitung von Daten, sie beinhaltet auch diverse Bearbeitungsschritte, die mit Hilfe von eigenen Programmen sowie dem Einsatz von Fremdsoftware durchgeführt werden.

Die Verarbeitung von Teilnahmeerklärungen umfasst die folgenden Teilschritte:

  • Erfassung der TE/EWE laut Original- oder Korrekturbeleg
  • Prüfung auf Vollständigkeit und formale Korrektheit
  • Prüfung und ggf. Umschlüsselung der Versicherteninformationen gemäß qualifiziertem Versichertenbestand
  • Bildung der Vertragsart aufgrund der angegebenen Betriebsstättennummer und Diagnose
  • Erzeugung von Hinweislisten zu Originalbelegen, Korrekturen und erzeugten Teilnehmersätzen
  • Versand der Originalbelege mit der Hinweisliste an die BKK
  • Bildung von Interessentendatensätzen
  • Bildung von Teilnehmerdatensätzen aus korrekter TE/EWE und korrekter Erstdokumentation
  • Übermittlung der Interessenten- und Teilnehmerdaten an die BITMARCK SERVICE GMBH

Die Verarbeitung von Erst- und Folgedokumentationen umfasst die folgenden Teilschritte:

  • Annahme der elektronischen Daten von den Datenstellen
  • Prüfung der Daten auf formale Korrektheit. Die Überprüfung erfolgt ebenfalls mit dem bei der BITMARCK SERVICE GMBH im Einsatz befindlichen ISKV Prüfmodul
  • Rückübermittlung unkorrekter Datensätze an die Datenstellen
  • Prüfung/Umschlüsselung der Versicherteninformationen gemäß qualifiziertem Versichertenbestand
  • Übermittlung der Dokumentationsdaten an die BITMARCK SERVICE GMBH

Seit Ende Juli 2005 werden alle genannten Verarbeitungsschritte in der ZAS - vom Dateneingang über die Verarbeitung bis zum Datenausgang - protokolliert. Die Protokolldatensätze werden der BITMARCK SERVICE GMBH mehrmals wöchentlich übermittelt und stehen den Krankenkassen im BKK InfoNet für Auswertungszwecke zur Verfügung. Dieses Verfahren erlaubt den Krankenkassen die Überwachung des Datenflusses, beispielsweise in Bezug auf die Rückübermittlung von fehlerhaften Datensätzen an die Datenstellen und deren Korrekturlieferungen.